|
KAPELLE UND QUELLE ?HEILIGES WASSER? IN HAJEK
Menschen, die an der Prozession zur Frydeker Maria teilgenommen haben, haben meistens nicht vergessen, ?Hajek? zu besichtigen. Der Ort bekam seinen Namen nach dem ehemaligen erzherzoglichen Wald, in dem ein Brunnen sich befand, zu dem die Pilger von der Basilika der Maria Heimsuchung wanderten. Diese Menschen glaubten, dass das Wasser aus dem Brunnen eine Wundermacht habe. Jeder hat getrunken, hat sich im ?heiligen? Wasser gewaschen und ein wenig in einer Flasche als Wallfahrtsgeschenk mitgenommen. Die Geschichte von ?Hajek? ist wirklich lang und interessant. Im Jahre 1786 hat der Förster Michal Hirschheimer ein Holzkreuz an der Quelle gestellt. Der Frydeker Priester Graf Justus Wilhelm Prazma hat dieses Kreuz mit einem Dach versehen, sein Nachfolger Josef Karel Schipp hat im Jahre 1834 die heutige Holzkapelle des heiligen Kreuzes erbauen, und der Priester Pavel Prutek hat im Jahre 1840 einen Steinbrunnen anfertigen lassen. Der Priester Karel Findinsky hat einen Zementbehälter für Wasser besorgt, in dem die Pilger ihre Füße waschen konnten, der Brunnen wurde renoviert, und im Jahre 1871 wurde die Kapelle mit einer Statuengruppe der Kalvarie geweiht. Bei der Kapelle befinden sich auch die Statuen der heiligen Maria und Christus, die einer der vielen Pilger als Danksagung für seine Heilung anfertigen ließ.
MUSEUM DER SKALICANER IN SKALICE
Im Gebäude des Kulturhauses in Skalice befindet sich das Museum der Skalicaner. Dieses Museum hat während seiner Existenz eine große Menge von Sehenswürdigkeiten gesammelt, die sich auf Skalice beziehen, seien es Gegenstände, die Bestandteil der Ausstattung eines ländlichen Haushalts, oder Andenken an die reiche Vereinstätigkeit in der Gemeinde. Sein Bestandteil sind auch verschiedene Schriftstücke, wie Chroniken oder Fotographien, die oft die bereits heute nicht mehr sichtbaren Bauten in der Gemeinde darstellen.
MUSEUM DER IMKEREI IN CHLEBOVICE
In Chlebovice hat sich bis heute das Vogteigebäude aufrechterhalten. Im Jahre 1949 wurde die Gemeinde Chlebovice zum Besitzer des Objekts. Im Jahre 1984 wurde das Gebäude dem Gemüsebetrieb vermietet. Aus dem Grunde eines schlechten Zustandes wurde eine Generalrenovierung in den Jahren 1988 - 1992 durchgeführt. Heute befindet sich dort ein Imkerladen, es wurden hier ein Imkerei-Freilichtmuseum und das Museum der Imkerei, das Museum der Gemeinde Chlebovice und das Museum des Bezrucer Landes errichtet. In diesem einzigartigen Museum kann man Bienenhäuser von den ältesten aus Stroh bis zu den neueren aus gehärtetem Polystyrol sehen. Es gibt hier auch eine Reihe weiterer Gegenstände, die sich auf die Imkerei beziehen.
AUSSICHTSTURM KABATICE IN CHLEBOVICE
Über Chlebovice befindet sich ein Aussichtsturm auf dem Gipfel Kabatice in der Höhe von 460 m. Er ist 23 Meter hoch und hat zwei Aussichtsplattformen. Aus dem Aussichtsturm hat man einen schönen Ausblick in Richtung zum Wasserreservoir Olesna, auf die Stadt Frydek-Mistek usw. Er wurde im Jahre 2001 in Betrieb genommen, dessen Bau wurde vom Kulturverein Bezrucer Land initiiert. In der Nähe des Aussichtsturmes befindet sich das Denkmal des hiesigen Poeten Frantisek Lazecky.
KIRCHE IN PRASIVA
Die Kirche des heiligen Antonius von Padou wurde im Jahre 1640 von Georg von Oppersdorf erbaut. Ursprünglich war sie dem heiligen Ignaz aus Loyola geweiht. Als im Jahre 1673 eine Kirche in Malenovice gebaut wurde, die dem heiligen Ignaz geweiht war, wurde die Weihung geändert. Damit sich keine zwei Kirchen im selben Bereich befinden, die dasselbe Patrozinium hatten, wurde eben der heilige Antonius von Padou zum Patron der Kirche in Prasiva. Nach der Legende hing die Entstehung der Kirche mit der Jägerleidenschaft des Eigentümers der Frydeker Herrschaft zusammen. Dieser hat nämlich bei einer Jagd einen Hirsch angeschossen, der im Todeskampf die Gehörne in einen moderigen Baum hineingeschlagen hat, auf den sich der Graf stützte, sodass dieser zwischen den Gehörnen eingeklemmt blieb. Als er alle Hoffnung aufgeben wollte und Gott ums Leben bat, ist vor ihm plötzlich sein Jägergefolge aufgetaucht und hat ihm geholfen. Aus Dankbarkeit für seine Rettung hat er dann in Prasiva eine Kirche erbauen lassen.
AREAL DER VOGTEI UND GEMEINDESCHULE IN KOZLOVICE
In der Mitte der Gemeinde Kozlovice befindet sich das Gebäude der ehemaligen Vogtei. In den Räumlichkeiten des Holzhauses wurde im Jahre 1785 die erste Trivialschule in Kozlovice errichtet. In den vergangenen Jahren wurde die Schule gründlich renoviert. Im hinteren Teil des Gebäudes befindet sich ein Infozentrum, im Eingangskorridor ist die Entwicklung der Lehrbücher im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts in den Vitrinen gezeigt. Im Gebäude gibt es eine Ausstellung mit dem Namen ?Gemeindeschule?, an der die Besucher probieren können, wie unter dem Kaiser unterrichtet wurde. Im Objekt werden auch Gegenstände präsentiert, die sich auf die landwirtschaftliche Lebensweise unserer Ahnen beziehen. Im Mezzanin befindet sich eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Gemeinde, die die Beziehung des Komponisten Leos Janacek zu Kozlovice darstellt. Im Dachgeschoss gibt es eine umfangreiche Ausstellung der sakralen Kunst.
EMAIL-UND-EISEN-GALERIE, FRIEDLAND AN DER OSTRAVICE
Friedland an der Ostravice hat eine langjährige Tradition der Herstellung von Kunsteisen und Email. Die Friedlanter Eisenwerke wurden kurz vor der Hälfte des 17. Jahrhunderts gegründet. Ein Bestandteil des Herstellungssortiments ist allmählich auch die Eisenware geworden, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren es verschiedene kleine dekorative und Nutzgegenstände, wie Tintenfässer, Kruzifixe usw. Mit der Produktion der Eisenwerke hing das Emaillieren eng zusammen. Ursprünglich handelte es sich um das Emaillieren von verschiedenen Töpfen und Vasen, in der neueren Zeit hat an diese Tradition das Kunstemaillieren angeschlossen. Es wurden alljährlich Symposien veranstaltet, die Ergebnisse der Arbeiten der Künstler sind in der Galerie präsentiert. Deren Bestandteil ist auch eine Ausstellung, die einem der bedeutendsten Friedlanter Landsleute, dem Maler und Graphiker Ferdis Dus gewidmet ist.
LACHIER-STUBE SEDLISTE
Die erste Museumsexposition ist in Sedliste im Jahre 1908 entstanden und war mit der Person Joza Vochala verbunden.
Dieser hat im Rahmen der 60-Jahre-Feier seit der Auflösung der Fronarbeit angefangen, gemeinsam mit einigen weiteren Enthusiasten Gegenstände zu sammeln, die eine Erinnerung an die längst vergangene Zeit sein sollten. Die Gegenstände waren in einigen Gebäuden in Sedliste untergebracht, später wurden sie nach Frydek ins Schloss verlegt.
Das heutige Lachier-Museum und die Galerie schließen an diese Tradition an. Es hat seinen Sitz im Gebäude der alten Schule und es werden dort Ausstellungen präsentiert, die aus der Wende des 19. und 20. Jahrhunderts stammen. Der Grundbestand der Sammlung ist aus dem Nachlas der heimatskundigen Arbeiter Josef Vochala und Antonin Ferdinand Striz gebildet. Ein selbstständiger Teil des Museums ist eine historische Bibliothek, die der Kultur von Lachien gewidmet ist. Unlängst kam es zur Wiedererneuerung der Lachier-Stube und zur Erweiterung des Museums um Ausstellungen des Ethnographischen Vereins der Sedlister-Einwohner, des Bergmannsvereins ?Blüte? und des Corps der freiwilligen Feuerwehrmänner.
BURG HUKVALDY
Der Burgname ist vom Namen der rheinländischen Grafenfamilie Hückeswagen abgeleitet, deren Angehöriger Arnold in den Jahren 1228 - 1235 diese Burg mit einem umfangreichen Gebiet als Lehen erhielt. Der Begründer der Burg Hukvaldy war allerdings wahrscheinlich erst Arnolds Enkel Heinrich. Bald nach der Gründung ist Hukvaldy Bestandteil des Eigentums der Olmützer Bischöfe geworden, es wurde jedoch oft gepfändet. Zur Zeit der Hussitenkriege wurde Hukvaldy durch Johann Tovacovsky von Zimburg besetzt, danach war es im Eigentum weiterer Hussitenhauptmänner, wie Mikulas Sokol aus Lamberg und Jan Capak aus Sany. Im Jahre 1465 hat der böhmische König Jiri von Podebrady Hukvaldy aufgekauft und an den Olmützer Bischof weitergegeben. Im Jahre 1619 wurde die Burg durch die Ständearmee des Ladislav Velen von Zerotin besetzt, nach der Niederlage des Ständeaufstandes hat der Bischof die Burg zurück erlangt. Neben dem Festungscharakter hatte die Burg auch eine Bedeutung als Verwaltungssitz einer umfangreichen Herrschaft. Als im Jahre 1760 die Wohnungen und Büros der Beamten in die Unterburg verlegt wurden, begann sich die Burg zur Ruine zu verwandeln, die vorwiegend als billige Quelle vom Baustein ausgenutzt wurde.
LEOS-JANACEK-DENKMAL HUKVALDY
Das Haus, in dem sich das Leos-Janacek-Denkmal befindet, hat Leos´ Bruder Frantisek im Jahre 1905 gekauft. Dieser ist im Jahre 1908 gestorben, im Jahre 1921 hat Leos Janacek das Haus von seiner Schwägerin gekauft. Er hat es zu einem Erholungssitz ausgebaut, in den er gerne zurückkehrte. Seit 1994 ist das Haus Eigentum der Leos-Janacek-Stiftung, im Jahre 2006 wurde das Denkmal als Kulturdenkmal erklärt. Bestandteil der Ausstellung ist unter anderem das Interieur der Arbeitsstätte und des Schlafzimmers von Janacek.
|