Architektonische

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SCHLOSS VON FRYDEK

01_frydecky zamek Die Anfänge des Schlosses sind mit der Existenz der Stadt Frydek verbunden, die in der Epoche nach 1327 gegründet wurde. Im Jahre 1636 ist Jiri von Oppersdorf Eigentümer der Frydecker-Herrschaft geworden. Während seiner Herrschaft und der seiner Nachkommen kam es zum Aufbau des Aussichtspavillons. Es wurden auch alle Außenfassaden des Innenschlosses zusammengeschlossen, auf dem ersten Burghof wurden die ersten Stockwerke in allen Flügeln der Gebäude erbaut. Nach dem Übergang des Schlosses ins Eigentum der Habsburger im Jahre 1797 wurde das Objekt im betriebsfähigen Zustand aufrechterhalten, einer der bedeutenderen Bauten war die Erhöhung der Decke des Rittersaales und dessen Versehen mit Stuckverzierung. Erst die Herrichtungen aus dem Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts haben in das äußere Aussehen des Schlosses eingegriffen. Nach 1918 wurden im Schloss Büros der Zwangsverwaltung der Frydecker-Herrschaft, das Rentenkontrollamt, die Kreisversorgungskomandobehörde und das Kreispflegeamt für Kriegsbehinderte untergebracht. Seit Anfang der 60. Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Museum in die Räumlichkeiten des Schlosses verlegt, welches hier schon geblieben ist. Dem Schloss liegt der Schlosspark an, wo sich ein Zylinderbau befindet, der als Eisstube diente. Die Kapelle aus dem 16. Jahrhundert wurde auf einem halbrunden Grundriss erbaut, unter der Kapelle wurde ein Keller mit einem Halbkreisgewölbe errichtet.

HLUBOKA STRAßE

02_hluboka_ulice Die Hluboka-Straße gehört zu den ältesten und früher verkehrsreichen Straßenadern von Frydek. Es lief durch sie offensichtlich ein Handelsweg seit dem 14. Jahrhundert durch. Dessen Name ist wahrscheinlich durch ein großes Gefälle vom heutigen Schloss-Platz zum ehemaligen Leskovec-(Hukvalder-, Unteren) Tor begründet. Die Bedeutung der Hluboka-Straße verfiel in der Hälfte des 17. Jahrhunderts, als die Schlossstraße errichtet wurde. Dadurch hat die Hluboka-Straße aufgehört, die Hauptstraße zu sein, und sie wurde eher zu einer Bedienungsstraße für Einwohner und Handwerker, die dort gewohnt haben. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts finden Pilgerfahrten in Frydek statt, die durch die Errichtung des Doms der Maria Heimsuchung  in der Hälfte des 18. Jahrhunderts bekräftigt wurden. Prozessionen gingen zum Maria-Dom eben durch die Hluboka-Straße. Die Hluboka-Straße war ein Ort, wo sich Wirtshäuser, Geschäfte, Häuser der Handwerker mit deren Werkstätten und Läden befanden, aber auch eine Brauerei und ein Stadtbad, die ehestens beim Ritterhaus (heute Lang-Haus), das im Jahre 1796 erbaut wurde, standen. Auf der Nordseite des Ritterhauses befand sich auch ein kreisförmiger Brunnen, der einen Teil der Einwohner der Hluboka-Straße mit Wasser versorgte. Bedeutend waren Halbholzhäuser, Konskripitionsnummer 77, 78, 79 im unteren Teil der Straße. Sie waren eine Mischung der ländlichen und städtischen Architektur. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sollten sie renoviert werden, dies ist jedoch nie gemacht worden. Im Jahre 2005 kam es zum Abriss der Untergeschosse der Häuser und anschließend zum Aufbau der Repliken dieser Kaufmannshäuser.

BASILIK MARIÄ HEIMSUCHUNG

(seit 23.10.1999 Minor-Basilika)

05_bazilika2 Die Statue der heiligen Maria mit dem Jesuskind in den Armen, auf dem Halbmond und dem Schlangenkopf stehend, der den Teufel symbolisiert, wurde angeblich im Jahre 1665 auf Kosten des Grafen Franz Eusebius von Oppersdorf geschaffen. Sie wurde auf einer Sandsteinsäule im Freien angebracht, und zwar am Ort, der ?Na Vapenkach? (zu Deutsch ?Auf den Kalkhütten) hieß. Im Jahre 1706 kam es ?Auf den Kalkhütten? zur Erbauung einer Holzkapelle, in der die Statue untergebracht wurde. Da die Kapelle mit ihren Ausmaßen für eine große Menge von Pilgern nicht ausreichte, wurde beschlossen, an demselben Ort ein neues und größeres Sakrametshaus zu bauen. Der Grundstein wurde am 4. Oktober 1740 gelegt. Die Kirche wurde jedoch erst im Jahre 1759 geweiht. Der Bauentwurf wurde durch den Bauherrn des Breslauer Bischofs Bartholomäus Wittwer ausgearbeitet. Sieben Seitenkapellen sind mit den Gemälden von Elias Herbert aus Uherske Hradiste geschmückt, die Gemälde über den Beichtstühlen in den einzelnen Kapellen sind aus der Werkstatt von Antonius Berger aus Novy Jicin. Unter der Kapelle des heiligen Kreuzes befindet sich eine Gruft, in der die Mitglieder des Stammes der Grafen Prager begraben wurden. Im Jahre 1957 wurden deren Leichen behoben und in die Gruft unter dem Kirchenschiff hineingelegt. Der Hauptaltar wurde von Johann Schubert aus Troppau entworfen, und er wurde von dem Brünner Bildhauer Ondrej Schweigl beendet. Dieser hat sich ebenfalls an der Verzierung der Orgel beteiligt, die in den Jahren 1763 - 1765 von Josef Sebastian Staudinger aus Engelberg gefertigt wurde. In dem anliegenden Park befindet sich die Neurenaissance-Kapelle des Herrenherzens, die so genannte Römer Kapelle, aus den Jahren 1880 - 1882, und vierzehn kleine Kapellen des Kreuzwegs aus den Jahren 1876 - 1877.

STADTAMT

14_mestsky urad Das Gebäude, in dem heute das Stadtamt von Frydek-Mistek seinen Sitz hat, hat die Frydeker Sparkasse erbauen lassen. Im Jahre 1898 hat der Sparkassenausschuss beschlossen, das Jubiläum der fünfzigjährigen Herrschaft des Keisers Franz Josef I. auszunutzen und er hat beschlossen, zum Andenken dieses Jubiläums ein neues Gebäude zu erbauen. Erst im Jahre 1900 wurde dies genehmigt. Der neue Bau wurde am 1. Dezember 1902 zum Nutzen übergeben, neben der Sparkasse sollten auch die Kreishauptmannschaft und die Steuerbehörde ihre Büros dort haben, es befand sich hier auch ein Café, dessen sezessionistische Interieur vom Wiener Architekten Hassmann entworfen wurde. Im Jahre 1929 fiel die Entscheidung, die restlichen zwei Gebäudeflügel fertig zu bauen. Mit der Projektbearbeitung des neuen Teils des Sparkassengebäudes wurde Antonin Grund beauftragt. Im Jahre 1930 wurde der Anbau fertig gestellt.

BAHNHOFSGEBÄUDE

17_nadrazni budova 2 Im Jahre 1871 wurde die Ostrauer-Friedlanter Eisenbahn in Betrieb gesetzt. Ursprünglich hat man zwei Varianten der Streckenführung erwogen, am linken oder rechten Ufer des Flusses Ostravice, also auf der mährischen oder schlesischen Seite. Es kam zur Bestellung von zwei Kommissionen, Mitglieder der mährischen Kommission waren zum Beispiel die Vertreter der Kreishauptmannschaft von Mistek und der Gemeindevertretungen der Städte Mährisch-Ostrau und Mistek. An der Verhandlung der schlesischen Kommission haben neben den Vertretern der schlesischen Gemeinden auch die Vertreter der Teschner Kammer teilgenommen. Jede Partei hat selbstverständlich vor allem ihre ökonomischen Interessen durchsetzen wollen. Da die schlesische Variante gewonnen hat, haben die Vertreter von Mistek, Koloredov und Sviadnov beschlossen, dagegen zu protestieren. Sie haben damit argumentiert, dass im Falle der mährischen Strecke einige Bauaktivitäten entfallen wären, und dadurch wären die Gesamtkosten reduziert worden, und sie haben auch die Stelle für Errichtung eines neuen Bahnhofs vorgeschlagen, der sich in Koloredov befinden sollte. Trotz dieser Proteste ist die ursprünglich beschlossene Streckenvariante zustande gekommen. Ein gewisses Zugeständnis zugunsten der Misteker war die Benennung der neuen Eisenbahnstation. Diese hat also schon den Namen Frydek-Mistek getragen.

EHEMALIGES RATHAUS UND SPARKASSE VON MISTEK

25_byvala mistecka radnice Die Misteker Sparkasse hat ihre Aktivitäten im Jahre 1871 aufgenommen. Ihre Büros waren gemeinsam mit dem Rathaus im Haus, Konskriptionsnummer 39, untergebracht. Die enge Verbindung der Sparkasse mit der Stadt hat bis zum 1. Januar 1892 angehalten, an diesem Tag sind die Stadtbeamten, die die Sparkasse leiteten, in die Dienste der Sparkasse übergegangen. Ihr eigenes Gebäude hat die Sparkasse erst am Ende des 19. Jahrhunderts bekommen. In den Jahren 1897 - 1898 wurde ein prächtiges Gebäude nach dem Entwurf des Wiener Architekten Josef Hudetz gebaut. An der Stirnseite ist es mit allegorischen Plastiken der Sparsamkeit und des Fleisses von Josef Skotnica geschmückt. Dieser Landsmann von Raskov und Absolvent der Wiener Akademie der bildenden Künste hat sein Motiv mit Mädchenfiguren dargestellt, von denen ein Mädchen eine Spardose hält, in die es eine gesparte Münze (Sparsamkeit) wirft, das zweite Mädchen hat eine Spindel in der Hand, das uralte Attribut des Fleißes.

This Baroque church can be found on Borová Hill beneath Lysá hora and is clearly the most dominant feature of the surrounding area. The church was declared a cultural landmark in 2002.


EHEMALIGE VORSCHUSSKASSE

26_ byvaa miistecka zalozna Die Gründungsversammlung der Nationalvorschusskasse in Mistek hat am 25. Oktober 1886 im Wirtshaus von Moritz Deutscher stattgefunden. Bis 1893 hatte die Vorschusskasse im Haus seines ersten Vorsitzenden Felix Schubert ihren Sitz, in den Jahren 1893 - 1922 war der Sitz im Haus des Vorstands der Muttergemeinde in Mistek, Vinzens Prochazka und im Jahre 1922 wurde er ins Erdgeschoss des Nationalhauses verlegt. Weil diese Räumlichkeiten auch nicht ausreichend waren, wurde im Jahre 1925 die Erbauung eines repräsentativen Gebäudes beschlossen. Der Grundstein wurde am 8. August 1927 gelegt, das neue Gebäude wurde anlässlich des 10. Jubiläums der Entstehung des unabhängigen tschechoslowakischen Staates am 28. Oktober 1928 feierlich eröffnet. Der Bauherr des spätkonstruktivistischen Gebäudes war der Prager Architekt Bohumil Hübschmann. Auf der Frontseite des Gebäudes befinden sich vier Figuren in Volkstrachten unter dem Motto ?Wie die Alten sparten? von Franta Uprka.


 
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